Raus aus der Komfortzone!

Seitdem mir das Thema `Komfortzone´im Kopf herum schwirrt, fliegen mir im Netz sämtliche Videos und Artikel zu diesem Thema förmlich entgegen!!!

Warum auch ich?

Warum also soll auch ICH darüber schreiben? Ganz einfach – weil es ein so wichtiges Thema ist, weil Bedarf und Anfrage anscheinend da sind, und weil es in meinem inneren quasi `brennt´und einfach nur noch rausgelassen werden möchte 😀 Selbst wenn ich nur ein, zwei Personen hiermit inspirieren kann, ist dies besser, als dass ich es für mich behalten hätte, oder nicht? 😉

Darum schreibe ich darüber

Ich merke in letzter Zeit immer mehr, dass ich weiter kommen möchte, d.h. ich möchte mich persönlich weiter entwickeln. Merke jedoch, dass ich nur weiter kommen kann, wenn ich meine persönlichen Schwachstellen überwinde. Und genau dies bedeutet nämlich, die Komfortzone verlassen zu müssen! Schauen wir uns einmal genauer an, was es bedeutet, die Komfortzone zu verlassen und was danach kommt! Laut folgender Theorie gibt es da nämlich 4 Stadien:

Die Komfortzone: Bequemlich, gemütlich, langwe….

Die Komfortzone ist der Lebensbereich, in dem wir uns wohl fühlen – das kennen wir so, darin sind wir gut, das ist uns vertraut. Wir machen uns tatsächlich vor, dass wir ein zufriedenes Leben führen, oder empfinden es gar so, da wir uns genug ablenken, um nicht weiter groß nachzudenken. Denn wir kennen es ja nicht anders! Und außerdem ist es das, was von uns erwartet wird!

Was wenn…

Was passiert nun aber, wenn wir mal ganz tief in uns hinein horchen – sind wir dann wirklich noch zu 100% zufrieden? Denken wir wirklich, das Hamsterrad aus Arbeit und Freizeit erfüllt uns so sehr, dass wir jegliche Jugendträume im Sand verbuddelt haben? Nehmen wir wirklich an, dass all dies extra-vagante, verrückte Leben, das wir in den Medien verfolgen, nichts für Normalverbraucher sei?

Sei ehrlich zu dir selbst und horche! Was wäre, wenn du völlig finanziell frei wärest- würdest du dein Leben genau so gestalten, wie du es gerade lebst? Nein? Was brauchst du, um dir nicht im Sterbebett vorwerfen zu müssen, du hättest dein Leben nicht voll ausgelebt?

Die Angst – Zone

Ja, niemand von uns ist wahrscheinlich komplett frei von finanziellen Sorgen. Oder vor dem `Reden´der Anderen. Trotzdem können wir mehr erreichen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen! Sei es mehr Anerkennung (von den passenden Leuten), mehr erreichte Ziele, mehr innere Zufriedenheit!!

Und ja, Veränderung macht Angst. Selbstzweifel kriechen da plötzlich die Kehle hoch, werden zu einem riesen Kloß im Hals, oder zu einem schweren Brett auf der Brust… Wer kennt sie nicht, diese selbstzerstörerischen Gedanken? `Ich kann das nicht!´,`Das liegt mir nicht!´, `Ich bin eben so!´, …etc.pp.!

Genau das nennt man auch die „Angst-Zone“. Diese gilt es zu überwinden, um einen Schritt weiter zu erklimmen. Doch wie? Indem wir uns ins kalte Wasser wagen und genau DAS machen, wovor wir Angst haben!!! Bismillah und machen!

Je öfter wir uns wagen, desto leichter fällt es uns bald darauf schon! Und ehe wir´s uns versehen, sind wir schon in der nächsten Phase:

Die Lernphase

Hier wenden wir konsequent an, wovor wir vorgestern noch eine Heiden-Angst hatten. Je öfter wir den Sprung ins kalte Wasser, wagen, desto abgehärteter werden wir. Langsam wird es zu unserer Routine. Wichtig: Hier dürfen wir uns auch mal Fehler eingestehen, ohne uns gleich fertig zu machen und ohne gleich wieder den Kopf in den Sand zu stecken! Hier scheidet sich der Weizen von der Spreu, hier gilt es, konsequent wie seine eigene Mama zu sein! Hinfallen, aufstehen, machen, hinfallen, aufstehen… Alles ein Lernprozess, der unheimlich wichtig ist und einfach dazu gehört!

Früher oder später wächst unser Selbstbewusstsein, wir feiern schon die ersten Erfolge. Langsam wird das, wovor wir jüngstens noch so Angst hatten, zur Routine und zur neuen Eigenschaft. Daraus folgt die nächste Stufe, nämlich:

Die Wachstums – Phase!

Wir genießen es, unsere neue Eigenschaft anzuwenden. Plötzlich ist das Unmögliche möglich geworden!

Wir verspüren solch einen Selbstwert- Booster, dass wir uns selbst nicht mehr wieder erkennen! Und das Beste ist: Wir setzen uns nun ganz andere Ziele, wir trauen uns nun, nach den Sternen zu greifen!!

Die Zweifler aus dem Umfeld sind nun ganz kleinlaut geworden, wir haben´s ihnen gezeigt! Aber viel wichtiger: wir haben´s uns selbst gezeigt! Wir ziehen aufeinmal ganz andere Leute an, unserer Radius hat sich immens erweitert. Und nun sind wir bereit, die nächsten Ziele zu stecken, die nächsten Hürden zu überwinden!

Je höher du kommst, desto höher werden auch deine Hürden, genau wie beim Bergsteigen: du fängst mit einem 1000m Hügel an, doch im nächsten Sommerurlaub reicht dir dieser nicht mehr aus- es muss ein 2000er her! Und so geht´s weiter, bis du ggf. beim Himalaya landest!

Das heißt nicht, dass wir uns niemals zufrieden geben, nein! Jedoch wenn wir einmal `Blut geleckt´ haben, sind wir unaufhaltbar!!

Dies kann übrigens jeden x-beliebigen Bereich betreffen- sei es im Sport, beim Wissenserwerb, oder bei bestimmten persönlichen Zielen, die wir uns setzen. In jedemfall macht es uns in shaa Allah zu einem besseren Menschen, wenn wir darauf achten, trotzdem immer Gottergeben und bodenständig zu bleiben!

Wie MEIN Stein ins Rollen kam

Wenn ich mich recht besinne, habe ich seit meiner Konvertierung zum Islam `Blut geleckt´, also bin auf den Geschmack gekommen, meine Komfortzone zu verlassen: Natürlich war es nicht gerade IN meiner Komfortzone, dass ich diesen Weg wählte! Aber ich tat es viel unbewusster, als heutzutage.

Damals dachte ich nicht: „Aha, die Konvertierung liegt außerhalb meiner Komfortzone – also leg ich jetzt erst recht los und stürze mich hinein!“ Nein! Vielmehr folgte ich einfach meiner Intuition und bemerkte eher hinterher, was dies mit mir und meinem Umfeld machte!

So ging es lange weiter: Ich bekam den inneren Impuls, mich zu bedecken, also tat ich es. Erst bei der ersten Träne meiner Mutter und den verstörten Blicken meiner Komolitonen bemerkte ich die Auswirkungen davon. Ich bedeckte mich noch mehr, und spürte dann erst die Angst in den Augen der Leute. Ich wanderte aus, denn ich passte nicht mehr hierhin, und dann spürte ich doch all die Dinge, die mir dort fehlten… So folgte ich einfach mehr unbewusst als bewusst meiner Intuition…

Bis ich im Ausland vor meinem Laptop über Skype in meiner allerersten Coaching-Sitzung landete, mich vor einer Depression schützen wollend, und die 6 menschlichen Bedürfnisse durchging. Und mir plötzlich bewusst wurde, was genau mir eigentlich fehlte und was genau mir im Leben so wichtig ist, dass ich nicht mehr ohne mag, und was genau ich in Zukunft machen möchte, obwohl ich es mir noch nicht recht zutraute!!! Dafür musste ich nämlich eines: erst die Komfortzone verlassen! Und dieser bewusste Prozess hält bis heute an, alhamduliLlah!

Ein unaufhaltbarer Prozess!

Seither begegne ich immer wieder neuen Hürden, für deren Überwindung ich bewusst aus meiner Komfortzone gehe, damit ich meine Perönlichkeit stärke. Und du magst es mir glauben oder nicht: die Hürden werden immer größer und das Unmögliche immer Möglicher, alhamduliLlah!!!

Früher hätte ich nie im Traum daran geglaubt, dass ich einmal diese Dinge machen werde, die ich nun tue oder noch vor mir habe! Dabei sind es teilweise auch ganz banale Dinge, die da mit einfließen, die jedoch für mich eine große Hürde darstell(t)en: z.B. das Sprechen vor fremden Leuten! Oder die eigene Meinung kundgeben und dazu zu stehen! Beides durfte ich in letzter Zeit immer häufiger üben…

Aus Illusionen werden greifbare Träume

All diese Hürden, die ich langsam überwand, führten mich zu dem Wunsch, nochmal ein Studium anzufangen: Soziale Arbeit! Das heißt, ein Beruf, in dem man außerordentlich viel mit Menschen reden muss und in dem man mit seiner Meinung/Beratung unheimlich viel bewirken kann! Bis ich mir diesen Studiengang jedoch zutraute, vergingen 1 1/2 Jahre bewusster Auseinandersetzung mit mir selbst. Und die Reise ist noch längst nicht zu Ende, aber das ist auch gut so! Denn so kann ich mir eines sicher sein: langweilig wird es mir bestimmt nicht!!! Ich danke Allah für all diese Erfahrungen, die Er mich machen ließ und die mich immer stärker machen, in shaa Allah!

In welcher Phase befindest DU dich denn gerade? Was sind deine Komfortzonen, die du gerne überwinden würdest? Schreib mir doch oder kommentiere, falls dich mein Artikel irgendwie bewegt hat!

In diesem Sinne: lasst uns unsere Komfortzonen verlassen und unsere inneren Grenzen erweitern!

Eure Khalisa V.

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