Meine 1.Diät

Ja, nein, vielleicht?

Sooo, ich hoffe, ihr habt die Knallerei an Sylvester gut überstanden 🙂 Ich sitze hier mit einem Glas alkohol-freiem Sekt und überlege, ob ich ihn trinken kann…irgendwie riecht er so nach Wein! Meine Mutter brachte ihn mir gerade, doch ich schwanke hin und her… soll ich, soll ich nicht? Nur gut, dass ich meine Diät hinter mir habe! sagt mir mein Nafs. Mmmh, da könnte ja noch ein Restalkoholgehalt drin sein! – sagt mein Gewissen.

Wie manche von Euch bereits auf meinem Instagram und/oder FB-Account festgestellt haben, unterzog ich mich die letzten 9 Tage meiner ersten Diät- und zwar einer ganz speziellen: C9! Du kennst nicht diese populäre Kur? Clean 9 -davon habe ich sogar in Somalia erfahren! Und wollte es immer einmal ausprobieren, bloß kam ich dort nicht an die Materialien ran. Also wollte ich jetzt die Gunst der Stunde nutzen!

Meine Ziele

Meine Ziele dabei: Zum einen Herr meines Heißhungers zu werden, den ich seit meiner 2-Jahre andauernden Stillzeit immer noch beibehielt (diese ist allerdings auch schon 2 Jahre her!!) . Falls dabei ein paar Pfunde purzeln würden, wäre das ein angenehmer Nebeneffekt.

Die Berichte zu jedem einzelnen Tag könnt Ihr in meinen Social-Media Accounts nachlesen (Body-Mind-Soul_Inspirations). Hier auf dem Blog gibt es „bloß“ das Resümee!

Individualisierte Kur

Vorab sei noch erklärt, dass ich diese Kur etwas an meine individuelle Situation angepasst habe: Zum einen verteilte ich ab dem 5. Tag die erlaubte 600-Kalorien-Mahlzeit auf zwei Mahlzeiten. D.h. ich aß Mittags etwa 400 Kalorien, und Abends ca. 200 Kalorien plus den Shake. Diesen wiederum bereitete ich mit warmer VOLLmilch zu- auch nicht ganz plangemäß. Nur so konnte ich vermeiden, vor Heißhunger nicht schlafen zu können!

Übersicht über meine Mahlzeiten, die ich auf Insta und FB postete.

Zum anderen gönnte ich mir die letzten 3 Tage auch einen schwarzen Kaffee, wenn ich gar allzu müde war. Das ist eigentlich „verboten“, aber es ging in dem Moment nicht anders! Zudem wurde mir gesagt, dass eine wirkliche Entgiftung i.d.R. länger als 9 Tage dauern müsste. Entgiften war also nicht mein primäres Ziel.

Was kam raus?

An dieser Stelle würdet Ihr natürlich gerne vorher- nachher Fotos sehen, schon klar! Auch wenn ich so was durchaus motivierend finde, kann ich damit aufgrund meiner inneren Überzeugung, nach welcher ich dem muslimischen Dress-code folge, leider nicht dienen 😉 Eine Tabelle mit den vorher- nachher Größen von Oberweite, Taille und Co. zeige ich Euch aus demselben Grunde auch nicht, da es niemanden angeht außer mich selbst 🙂 Was ich Euch aber an positiven Errungenschaften berichten kann, sind folgende:

  • besseres Körpergefühl
  • ohne in´s Detail zu gehen: bessere Form!
  • verbessertes Gefühl für Portionsgrößen
  • mehr Bewusstsein für WAS und WIE ich esse (Tipp: iss langsam, genieße, was Du isst!)
  • Heißhunger etwas besser im Griff
  • neuer Vorsatz: Schluss mit dem Reste- Essen!!! (Oder erst garnichts für mich auftischen, sondern NUR Reste- essen!)
  • stolze 3,5 Kilo leichter geworden, alhamduliLlah 🙂
Meine Workouts in der Zeit- schön schonend für mein geschädigtes Knie

Ich denke, der tägliche Sport hat sein übriges getan, dass mir die Hosen und Röcke nun um einiges lockerer sitzen. Denn Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett, aber sie formen Dich 😉

Herausforderungen:

Eindeutig die ersten 2 Tage!! Die sind extrem anstrengend, da man seine Ernährung von 100 auf beinahe 0 runter fährt und außer `nem Apfel oder einer Paprika und Co. nichts zu sich nehmen darf. Müdigkeit und Heißhunger ließen dann grüßen!

Auch das Kalorien-Zählen war nicht so mein Ding. Aber Dank einer ganz schlauen App ging das auch wieder.

Zudem war die Zeit, für dich ich mir die Kur ausgesucht hatte, nicht gerade ideal: Weihnachtszeit im Hause meiner Eltern! Auf der einen Seite war es genau richtig, denn so musste ich die ersten Tage überhaupt nicht selber kochen. Auf der anderen Seite gibt es gerade an diesen Tagen so viele besonders genußreich-auf-der-Zunge-zerschmelzende Spezialitäten! Oder auch mein geliebtes Käse-Fondue! Aber gerade deswegen war es wiederum gut, dass ich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt auf meine Ernährung geachtet habe- denn dadurch habe ich anstatt zu- einfach etwas abgenommen!

Mission erfüllt?

Auf jedenfall, ja! Für mich hat sich die doch nicht ganz billige Kur gelohnt, und zwar aus oben genannten Gründen! Die Kur ist genau das Richtige für den Einstieg in ein bewussteres Ess-Verhalten und für bequemere Leute wie mich, die sich nicht alle möglichen Shakes inklusive extravaganten Zutaten selber zusammen mixen mögen.

Mir ist aber auch bewusst geworden, dass ich KEIN Diäten-Typ bin. Denn dieses ganze Kalorien-zählen ist nicht so mein Ding, erinnert mich zu sehr an Mathe 😀

Ich halte es in Zukunft lieber so, wie der Prophet Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm) es uns riet: 1/3 den Magen mit Essen füllen, also auf gut Deutsch „FDH“ (Friss’die Hälfte)!

„Der Mensch füllt kein schlechteres Gefäß als seinen Bauch. Einige Bissen genügen dem Sohn Adams, um seinen Rücken aufrecht zu halten. Aber wenn das nicht möglich ist, dann sollte ein Drittel des Magens für sein Essen, ein Drittel für sein Trinken und ein Drittel für sein freies Atmen vorbehalten sein.“
(Hadîth sahîh; berichtet von Ahmad, At-Tirmidhî, An-Nasâ’î, Ibn Mâjah)

Aussage des Propheten Mohammads´(s-a-s-)

Nun gut, dies ist zumindest mein Ideal 🙂 Das Wichtigste ist jetzt für mich, bewusster und dankbarer mit der Ernährung umzugehen, so dass ich nicht Gegenstand eines Jojo-Effekts werde.

Übrigens habe ich den alkoholfreien Sekt doch nicht getrunken… und mir lieber einen Frauen-Power Tee gemacht. War ja lieb gemeint von meiner Mama! Dafür habe ich mit der hiesigen Hausgemeinschaft ordentlich „ge-cheated“ und zwar mit Raklett 😉 Aber nun geht’s wieder ganz genügsam weiter, in shaa Allah.

Habt ihr auch Diät-Erfahrungen gemacht? Ähnliche, oder komplett andere? Seid ihr „Diät-Typen“? Gerne dürft Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilen!

All the Best,

Eure Khalisa

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